Hüpfburg überwintern: So bleibt sie bis zum Frühjahr in gutem Zustand
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Hüpfburg überwintern: So bleibt sie bis zum Frühjahr in gutem Zustand

Das letzte Fest ist vorbei, die Hüpfburg abgebaut und steht im Lager. Damit scheint die Saison abgeschlossen. Doch wie gut die Hüpfburg durch den Winter kommt, entscheidet sich bei den Arbeiten vor dem Einlagern.

Aus unserer Erfahrung bei Happy Fun kommt es besonders auf drei Dinge an: eine gründliche Endreinigung, vollständige Trockenheit und einen dauerhaft trockenen, vor Nagetieren geschützten Lagerplatz. Wer beim letzten Aufbau außerdem Schäden dokumentiert, kann notwendige Reparaturen rechtzeitig planen.

Dieser Ratgeber richtet sich vor allem an Besitzer professioneller Hüpfburgen aus PVC-beschichtetem Gewebe. Bei anderen Materialien und besonderen Ausführungen beachten Sie zusätzlich die Pflege- und Lagerhinweise Ihres Herstellers.

1. Die Endreinigung: Auch unter der Hüpfburg genau hinsehen

Nach einer Saison finden sich oft noch Spuren der letzten Veranstaltungen: Grasreste am Eingang, Blätter in einer Ecke oder kleine Käfer zwischen den Bauteilen. Vor der Winterpause sollten diese Rückstände vollständig entfernt werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass liegen gebliebene Pflanzenreste und Kleintiere während der längeren Lagerung Abdrücke und Verfärbungen hinterlassen können.

Reinigen Sie deshalb die gesamte Hüpfburg sorgfältig. Auch die Unterseite des Bodens gehört zur Endreinigung. Gerade dieser Bereich wird leicht übersehen, weil er beim aufgebauten Gerät kaum sichtbar ist.

Entfernen Sie losen Schmutz zunächst mit einem weichen Besen oder einem geeigneten Staubsauger. Für die anschließende Reinigung verwenden Sie ein für das Material und die Bedruckung geeignetes Reinigungsmittel nach Herstellerangabe. Bei bedruckten Flächen lohnt sich besondere Sorgfalt: Ungeeignete aggressive Mittel können die Oberfläche dauerhaft beschädigen.

Planen Sie die Reinigung so, dass anschließend genügend Zeit zum Trocknen bleibt.

2. Vollständig trocknen: Außen trocken allein reicht nicht

Wenn die Hüpfburg im Herbst nass geworden ist, beobachten Sie das Wetter und nutzen Sie einen sonnigen, wärmeren Tag. Alternativ eignet sich eine beheizte Halle mit ausreichend Platz. Planen Sie genügend Zeit ein: Eine trockene Oberfläche bedeutet noch nicht, dass auch das Innere trocken ist.

Stehendes Wasser zuerst entfernen

Hat sich Wasser im Inneren gesammelt, sollte es vor dem eigentlichen Trocknen möglichst weitgehend entfernt werden. An zugänglichen Stellen kann dafür ein geeigneter Nasssauger verwendet werden.

Unser Praxistipp für schwer erreichbare Stellen: Steht kein Nasssauger zur Verfügung oder erreicht er das Wasser nicht, rollen wir die Hüpfburg mit dem darin befindlichen Wasser fest und gut komprimiert zusammen. Durch den Druck beim Zusammenrollen kann Wasser über die Nähte austreten. Falls nötig, wiederholen wir den Vorgang. Anschließend bauen wir die Hüpfburg wieder auf und lassen sie im aufgeblasenen Zustand vollständig trocknen.

Das Zusammenrollen dient hier nur dazu, Wasser herauszubekommen. Die Hüpfburg darf danach nicht feucht eingelagert werden.

Mit warmer Luft schneller trocknen

Ein Gebläse mit integrierter Heizung kann warme Luft in das Innere der Hüpfburg befördern und die Trocknung beschleunigen. Verwenden Sie dafür ausschließlich ein für diesen Zweck vorgesehenes Gerät und beachten Sie die Herstellerangaben zur Temperatur und zum Betrieb.

Bauen Sie die Hüpfburg entsprechend ihrer Betriebsanleitung auf. Auch wenn sie nur zum Trocknen aufgeblasen wird, gelten die Vorgaben zum sicheren Aufbau.

Woran erkennen Sie, dass die Trocknung abgeschlossen ist?

Prüfen Sie neben den sichtbaren Flächen besonders die Bereiche unter abnehmbaren Rutschplanen, zusätzliche Abdeckungen an Hindernissen, Klettverbindungen, überlappende Materiallagen und zugängliche Innenbereiche. Öffnen oder lösen Sie dafür nur die vom Hersteller vorgesehenen Abdeckungen und Verbindungen und prüfen Sie die Stellen mit der Hand auf Feuchtigkeit.

Eine feste Anzahl an Stunden kann diese Kontrolle nicht ersetzen. Ausgangsfeuchtigkeit, Bauweise und Bedingungen am Trocknungsort unterscheiden sich zu stark. Bleiben Zweifel, lassen Sie die Hüpfburg länger aufgeblasen trocknen und kontrollieren Sie erneut.

3. Nutzen Sie den letzten Aufbau für einen Blick auf den Zustand

Nehmen Sie sich Zeit für die Sprungfläche, Aufgänge, Nähte, Netze, Haltegriffe und Verankerungspunkte. Sehen Sie auch Gebläseschläuche, Klettverbindungen und Reißverschlüsse an. Gibt es offene Nähte, auffällige Scheuerstellen oder beschädigte Verbindungen? Halten Sie diese Stellen fest, bevor die Hüpfburg einlagern.

Besonders hilfreich ist eine kleine Fotodokumentation. Fotografieren Sie die gesamte Hüpfburg aus verschiedenen Blickwinkeln. Ergänzen Sie jede auffällige Stelle durch eine Nahaufnahme und ein weiteres Bild, auf dem ihre Position am Gerät erkennbar ist.

So haben Sie selbst einen nachvollziehbaren Überblick. Gleichzeitig erleichtern die Bilder einem Servicebetrieb wie Happy Fun die erste Einschätzung und die Erstellung eines Kostenvorschlags. Ob eine abschließende Beurteilung anhand der Fotos möglich ist oder das Gerät vor Ort untersucht werden muss, hängt vom Schaden ab.

Warum Reparaturen schon im Herbst anfragen?

In unserer Werkstatt erleben wir regelmäßig, dass Reparaturbedarf erst beim ersten Aufbau im Frühjahr wieder zum Thema wird. Dann steht der nächste Einsatz bereits bevor, während viele andere Besitzer ihre Geräte ebenfalls instand setzen lassen möchten. Durch die höhere Auslastung können im Frühjahr längere Wartezeiten entstehen.

Wenn Sie Schäden im Herbst dokumentieren und eine Reparatur frühzeitig abstimmen, lässt sich der Termin besser planen. Sie wissen rechtzeitig, welche Arbeiten nötig sind, und müssen den Saisonstart nicht um eine kurzfristige Reparatur herum organisieren.

Möchten Sie eine Reparatur noch im laufenden Geschäftsjahr berücksichtigen, klären Sie die zeitliche und steuerliche Zuordnung vorab mit Ihrer Steuerberatung.

4. Gut verpackt an einen dauerhaft trockenen Lagerplatz

Erst wenn die Hüpfburg sauber, vollständig trocken und kontrolliert ist, wird sie für die Winterpause zusammengelegt. Auch ein eventueller Transportsack muss sauber und trocken sein.

Eine ausführliche Anleitung finden Sie in unserem Beitrag Hüpfburg professionell abbauen und reinigen.

Für den Lagerplatz zählt vor allem, dass er über die gesamte Winterzeit trocken bleibt. Die Bezeichnung des Raums sagt darüber wenig aus: Eine Garage kann geeignet sein, ein Keller ebenfalls. Entscheidend sind die tatsächlichen Bedingungen.

Achten Sie auf feuchte Wände, Wasser am Boden und Kondenswasser. Ein geschlossener Container ist beispielsweise nicht allein deshalb ein geeigneter Lagerplatz, weil er vor Regen schützt. Auch die Feuchtigkeit im Inneren muss berücksichtigt werden.

Eine trocken eingelagerte Hüpfburg braucht ein dauerhaft trockenes Umfeld. Feuchtigkeit aus einem ungeeigneten Lagerraum kann das Gerät während der Lagerzeit erneut belasten und Schimmelbildung begünstigen.

Eine saubere Palette oder ein geeignetes Regal schafft Abstand zum Boden. Achten Sie auf ausreichende Tragfähigkeit und darauf, dass keine scharfen Kanten oder hervorstehenden Teile die Verpackung beschädigen.

Sollte es über die Wintermonate zu Schimmelbildung kommen, empfehlen wir Ihnen unseren Blog Artikel Schimmel von der Hüpfburg entfernen: So wird sie wieder sauber und sicher!

Vorher-nachher Vergleich einer gereinigten Hüpfburg mit bunten PVC-Flächen, Hindernissen und entfernten Schimmelspuren.

Was ist bei Kälte zu beachten?

Beachten Sie die Temperaturvorgaben des jeweiligen Herstellers. Besonders das Ausrollen, Falten und Aufblasen stark ausgekühlten Materials kann problematisch sein. Verschiedene Hersteller warnen ausdrücklich vor Beschädigungen beim Bewegen sehr kalten Materials und empfehlen, es zunächst allmählich wieder erwärmen zu lassen.

Planen Sie nach einer kalten Lagerung oder einem kalten Transport ausreichend Zeit ein, bevor Sie das Gerät wieder aufbauen.

5. Nagetiere und Feuchtigkeit auch während der Winterpause im Blick behalten

Mit dem Einlagern ist die Wintervorbereitung weitgehend erledigt. Gelegentliche Kontrollen bleiben dennoch sinnvoll. Die Überwachung auf Nagetiere ist dabei ein eigener, wichtiger Punkt.

Sehen Sie im Lagerraum und an der Verpackung nach, ob Kot, Nagespuren, beschädigte Säcke oder Nestmaterial zu finden sind. Ein Transportsack allein bietet keinen zuverlässigen Schutz vor Nagetieren. Wenn Sie Hinweise entdecken, kümmern Sie sich um die Ursache und kontrollieren Sie auch das eingelagerte Gerät auf mögliche Schäden.

Prüfen Sie bei diesen Rundgängen außerdem, ob der Raum weiterhin trocken ist. Hat sich an der Wand Feuchtigkeit gebildet? Ist Wasser eingedrungen? Gibt es Veränderungen an der Verpackung?

So erkennen Sie Probleme während der Lagerzeit und können reagieren, bevor sie erst beim Auspacken im Frühjahr auffallen.

6. Gebläse und Zubehör gehören zur Saisonvorbereitung dazu

Denken Sie neben der Hüpfburg auch an Gebläse, Kabel, Unterlegplanen, Gurte und Erdanker. Reinigen und kontrollieren Sie das Zubehör entsprechend den jeweiligen Herstellerangaben und lagern Sie es trocken und geordnet.

Prüfen Sie das vom Strom getrennte Gebläse äußerlich auf Verschmutzungen und sichtbare Schäden an Gehäuse, Kabel und Stecker. Elektrische Schäden gehören in fachkundige Hände.

Feuchte Unterlegplanen oder nasses Zubehör sollten vor der Lagerung ebenfalls vollständig trocknen. Halten Sie fehlende oder beschädigte Teile fest. Dann können Sie Ersatz rechtzeitig organisieren und haben zum Saisonstart alles griffbereit.

7. Der erste Aufbau im Frühjahr braucht etwas Vorlauf

Planen Sie den ersten vollständigen Aufbau vor dem ersten gebuchten Einsatz ein. Berücksichtigen Sie gegebenenfalls die Erwärmung ausgekühlten Materials und kontrollieren Sie anschließend das gesamte Gerät samt Zubehör.

Vergleichen Sie den Zustand mit Ihren Fotos vom Herbst. Sind die vorgesehenen Reparaturen erledigt? Gibt es neue Auffälligkeiten? Funktionieren Gebläse und Verschlüsse ordnungsgemäß? Lassen Sie festgestellte Mängel vor der Nutzung klären und planen Sie erforderliche Prüfungen rechtzeitig.

Damit wird aus dem ersten Aufbau ein ruhiger Saisoncheck, bei dem noch Zeit zum Handeln bleibt.

Ihre Checkliste für die Winterpause

  • Blätter, Gras, Schmutz und Kleintiere vollständig entfernt.

  • Die Unterseite des Bodens gereinigt.

  • Hüpfburg vollständig getrocknet.

  • Unter Rutschplanen, Abdeckungen und an Klettverbindungen kontrolliert.

  • Innenbereiche auf Feuchtigkeit geprüft.

  • Gesamtansichten sowie Schäden und Abnutzungen fotografiert.

  • Notwendige Reparaturen frühzeitig angefragt.

  • Sauberen, trockenen Transportsack verwendet.

  • Dauerhaft trockenen Lagerplatz ausgewählt.

  • Kontrollen auf Feuchtigkeit und Nagetiere eingeplant.

  • Gebläse und Zubehör kontrolliert und trocken verstaut.

  • Ersten Aufbau mit Vorlauf vor dem nächsten Einsatz vorgesehen.

Unterstützung für Ihre Hüpfburg über den Winter

Sie haben keinen geeigneten Platz zum Trocknen, möchten eine Beschädigung beurteilen lassen oder suchen eine Möglichkeit zur Einlagerung? Happy Fun unterstützt Sie bei Reinigung, Trocknung, Reparatur und Einlagerung Ihrer Hüpfburg.

Senden Sie uns Bilder der gesamten Hüpfburg und gegebenenfalls Detailaufnahmen auffälliger Stellen. Gemeinsam klären wir, welche Arbeiten sinnvoll sind und wie Ihr Gerät für die nächste Saison vorbereitet werden kann.

 

Sabrina Steindl – Ihre Ansprechpartnerin bei Happy Fun

 

Sabrina Steindl
Ihre persönliche Ansprechpartnerin für Reinigung,
Reparatur und Einlagerung

E-Mail: s.steindl@happy-fun.com
Telefon: 03332 65185

Montag - Freitag:
08:00 - 12:00 &
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